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von Constanze am

Das leidige Thema des Fahrraddiebstahls

Jeder kennt das Gefühl: Das Fahrrad ist weg und man mag es doch nicht glauben…

Das leidige Thema des Fahrraddiebstahls

Es passiert viel zu häufig. Man verlässt das Haus, will sich aufs Rad schwingen und bleibt verdattert stehen: Das Fahrrad ist weg. Erst überlegt man noch ein-, zweimal, ob man es nicht doch irgendwo anders abgestellt hat. Doch schließlich muss man sich eingestehen: Es wurde geklaut - eine unglaublich nervige Situation. Nicht nur, dass man zunächst einmal nicht sofort zu der Verabredung oder dem Termin kommt, zu dem man gerade auf dem Weg war, sondern auch dass die Aussicht, das Fahrrad wieder zu bekommen, verschwindend gering ist.

Trotzdem geht man zur Polizei und gibt eine Anzeige auf. „Haben Sie die Rahmennummer? Ist das Rad registriert? Haben Sie Fotos und eine Beschreibung?“ Ja, vielleicht hat man sogar ein Foto. Aber registriert? Nein - wer macht denn so was heutzutage noch? Als einziger Tipp bleibt den Polizeibeamten meist nur, dass man doch mal bei e-Bay oder auf dem nächsten Flohmarkt nachschauen soll.

Anfang Februar passierte genau das einer Frau aus Hamburg. Sie beherzigte den Ratschlag der Polizei und entdeckte ihr geklautes Fahrrad auf einem Internetportal. Die Polizei täuschte vor, Kaufinteressent für das Fahrrad der Frau zu sein, und entdeckte bei dem mutmaßlichen Dieb 80 weitere geklaute Fahrräder. Diese wurden nun im Internet veröffentlicht. Vielleicht findet ja der ein oder andere sein Fahrrad wieder... (Gestohlene Fahrräder)

Für die meisten endet die Suche im Internet nach dem verschollenen Fahrrad nicht so glücklich. In Hamburg werden jährlich mehr als 15.000 Fahrräder geklaut. Im Durchschnitt ungefähr 40 Fahrräder am Tag. Statistisch gesehen wird allerdings nur jeder zehnte Fahrraddiebstahl aufgeklärt. In den meisten Fällen muss Geld für ein Neues in die Hand genommen werden und für ein diesmal „diebstahlsicheres“ Schloss gleich mit. Dabei gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte, um dem Diebstahl so gut wie möglich vorzubeugen:

  • Das Fahrrad nicht nur ab- sondern auch anschließen.
  • Robuste Schlösser sind ein absolutes Muss. Zehn Prozent des Fahrradpreises sollten als Faustregel ins Schloss investiert werden.
  • Zwei verschiedene Schlösser erschweren dem Dieb die Mitnahme des Fahrrads.
  • Einzigartige Merkmale des Fahrrads machen das Fahrrad unverwechselbar und den Diebstahl unattraktiver.
  • Rahmennummer, Fabrikat und andere Eigenschaften notieren und das Fahrrad idealerweise, wenn auch aufwendig, registrieren.

Trotz aller Bemühungen bleibt das Problem jedoch Folgendes: Geklaute Fahrräder lassen sich viel zu einfach weiterverkaufen! Am Besten wäre es also (rein theoretisch), die Fahrradregistrierung einfach und schnell zu gestalten. Würden mehr Menschen ihr Fahrrad registrieren, so könnte man bei dem Kauf eines Fahrrads schnell mit einem Blick in die Datenbank überprüfen, ob das Fahrrad als geklaut aufgeführt ist. Da dies jedoch zur Zeit aufwendig und kompliziert ist, bleibt meist nichts anderes übrig, sich gut um sein Fahrrad zu kümmern. Dazu gehört natürlich auch, es regelmäßig mit Veloyo zu pflegen und zu hegen.

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Über den Autor: Constanze

Constanze has recently swapped her beloved but rickety dutch bike against a much faster racing bike that she uses to get to work, meet friends or exercise. For her cycling is a way of getting from A to B without being stuck in traffic.