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von Frederik am

Fahrrad, Style und Home Design - Das Fahrrad auf dem Vormarsch ins Wohnzimmer

Unsere Welt steht im Wandel? Dann ist das Fahrrad davon nicht ausgenommen! Zwischen notwendigem Mittel zur Fortbewegung und Lifestyle-Objekt, das inzwischen als Interior Deign durchgeht. Das Fahrrad, immer größerer Bestandteil des täglichen Lebens, drängt bis in unsere Wohnzimmer vor. Warum eigentlich?

Fahrrad vor Wand

Die Wohnungssuche. Für manche erfüllt sie den lang gehegten Traum von den eigenen vier Wänden. Für andere wiederum gleicht die mühsame Suche eher einem Albtraum. Ganz zu schweigen von den nach immer neuen Höhen wetteifernden Mietpreisen muss auch sonst so einiges passen, damit man zueinander findet – Topf und Deckel sozusagen. Verfolgt man jedoch die aktuellen Trends des urbanen Lebens, so müsste Kategorien wie „Haustier erlaubt“ oder „barrierefrei“ demnächst eine weitere hinzugefügt werden: Fahrradfreundlich!

Während immer mehr deutsche Städte sich um den Titel Fahrradstadt bemühen und Trackingdienste wie Strava stetig steigende Nutzerzahlen verbuchen, hat sich der urbane Drahtesel vom Fortbewegungsmittel zum Lifestyle-Accessoire gemausert. Einem zu Beginn noch in den Garten verbannten Vierbeiner gleich hat sich das Fahrrad langsam, aber kontinuierlich an den Wohnbereich angepirscht. Statt Kulleraugen und flauschigem Fell punktet es eher mit Purismus. Kein Gewicht wo es nicht unbedingt von Nöten ist, schlanke Bauweise, leichter Rahmen, hochwertige Materialien. Man könnte die Generationen heutiger Smartphones mit ähnlichen Begriffen beschreiben. Ob iPhone oder Fixie-Bike, wenn auch grundverschieden, es sind in der heutigen Zeit Lifestyle-Objekte - und die haben ihren Preis.

Das Fahrrad als Mitbewohner

Man wäre wohl schon ziemlich verrückt, sein iPhone beim nach Hause kommen mit einem mehr oder weniger sicheren Schloss am Gehweg abzuschließen. Muss man auch gar nicht, klar, aber geht es nur um den Wert des Geräts, so wäre es nicht mal abwegig, das ein oder andere Fahrrad lieber anstelle des Smartphones mit ins Warme zu nehmen. Die FAZ widmete vor gar nicht langer Zeit dem Aufstieg des Fahrrads vom Kellerkind zum Mitbewohner einen eigenen Artikel. Dort sieht man die Gründe für den aktuellen Trend im Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Steigende Preise auf dem Wohnungsmarkt führen zu im Schnitt eher kleineren Behausungen pro Bewohner. Auf der anderen Seite hat wie bereits beschrieben auch so manches Fahrrad seinen mehr als stolzen Preis. Dieser spiegelt sich neben schnittigem Karbon-Rahmen häufig auch in einem stylischen Design wieder.

An der Wand oder vor der Tür?

Zusammengenommen erscheint einem die Lösung dem Drahtesel den Einlass zu den eigenen vier Wänden zu gewähren gar nicht mehr so abwegig. Zudem sorgen Design-Halterungen aus Holz oder ausgetüftelte Hängekonstruktionen für die nicht unwichtige Note Dekocharakter. Die tiefgreifende Liebe zum neu gewonnenen Interieur Design erkaltet jedoch in Rekordzeit, was wohl bei Vierbeinern keine Ausnahme ist, wenn nach etwas Freilauf an der frischen Luft auch gleich der feuchte Bodenbelag mit in die Wohnung getragen wird. Es bleiben einige wenige Möglichkeiten: Wenn schon im Kalten draußen auf der Straße, dann zumindest sicher: Sattel und Lenker werden mit Hexlox gesichert, dass Fahrrad an sich mit Hiplock oder digitalen Fahrradschlössern. Wer darauf besteht, dass das Fahrrad die Nächte im Warmen verbringt, der muss möglicherweise seine aktuelle Wohnsituation überdenken. Auch hier ist Berlin Vorreiter, denn im Bezirk Lichtenberg haben die Architekten Paul Wichert und Lars Göhring gemeinsam ein Grundstück gekauft, nach Gleichgesinnten gesucht und ein Haus entworfen, das prädestiniert scheint für den urbanen Fahrradfreund. Flure, Aufzüge und Balkone wurden extra auf die Bedürfnisse von Menschen mit Fahrrad abgestimmt.

Ist die verantwortungsbewusste Unterbringung geklärt fehlt nur noch die Garantie, dass das Fahrrad auch top in Schuss ist. Dass eine Panne häufig direkt die Verbannung in dunkle Kellerräume bedeutet, passt eigentlich so gar nicht mehr in unsere Zeit der Fahrradfreundlichkeit. Um das Fahrrad in Schuss zu halten, gibt es ja zum Glück Veloyo .#keepwheelsturning.

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Frederik

Über den Autor: Frederik

Being a young boy Frederik could be found on the saddle of his bicycle more often than in school. He loves the feeling of freedom when cycling around, which is why he still chooses bike over bus at any time.